Familienaufstellungen – Systemaufstellungen: Wenn die Ahnen rumoren.

Systeme haben 2 wesentliche Komponenten: Ihre Mitglieder und die Verbindung zueinander. Wenn ein Mitglied in Spannung kommt, kann sich das auf die anderen Mitglieder auswirken: wie in einem Uhrwerk. Ein Zahnrad kann die gesamte Dynamik verändern. Und so können beispielsweise bei der Enkelin Hemmungen, Symptome, Spannungen entstehen, obwohl sie beim auslösenden Ereignis – das die Großmutter im Krieg erlebt hat – noch nicht auf der Welt war. Die Spannung überträgt sich im System. Und die Themen sind so vielfältig, wie die Probleme auf der Welt.

Systemaufstellungen können Einblicke ermöglichen, um Lösungen zu finden.

Es gibt mehrerer Möglichkeiten der systemischen Arbeit:

In der Einzelarbeit sind nur Therapeut und Patient anwesend. Gemeinsam besprechen wir das Problem, das gewünschte Ziel, die Befindlichkeit des Patienten und können dann mit dem Familienbrett – ein Brett mit unterschiedlichen Holzfiguren als symbolische Stellvertreter) das System aufstellen und mögliche Entlastungsbewegungen prüfen.

Eine andere Möglichkeit bieten die sogenannten Bodenanker: Das Familiensystem wird im Behandlungsraum mit farbigen Matten aufgestellt. Jede Matte steht dann für eine bestimmte Person des Systems.

Und eine weitere Möglichkeit, die ich speziell im Rahmen der psychokinesiologischen Behandlung bevorzuge: gemeinsam mit dem Patienten wird das Familiensystem visualisiert, stark fokussiert auf die am Thema unmittelbar Beteiligten des Systems. Der spezielle Trancezustand der kinesiologischen Behandlung kann während der System-Visualisierung einen tiefen Zugang zum Unbewussten und Unwillkürlichen möglich machen. Diese Tiefe der Behandlung macht für den Patienten Unterschiede vor und nach der Therapie häufig besonders spürbar.

Systemaufstellungen als Gruppenaufstellung arbeiten mit dem Phänomen der Stellvertreterwahrnehmung. Ohne vorher detaillierte Informationen bekommen zu haben, erleben die Stellvertreter von ihnen unbekannten Familienmitgliedern in erstaunlich präziser Weise Gefühle, sprechen Worte oder zeigen sogar Symptome der wirklichen Personen. Dabei kommen in den Systemaufstellungen oft bisher unbewusste konflikthafte Zusammenhänge ans Licht, aus denen unglückliche Beziehungen und Lebensläufe, schwere Schicksale und Krankheiten verständlich werden. Es wird erlebbar, wie Familienmitglieder selbst vor belastendem Hintergrund in Liebe und Treue miteinander verbunden sind und inwiefern sie im hohen Maße bereit sind, Gesundheit, Leben oder Lebensfülle zu opfern.

Systemaufstellungen biete ich als Einzel- oder Gruppensetting an. Ich bevorzuge die Verfahren nach Annette v. Bröckel und Mathias Varga von Kibed.

Themen für Familienaufstellungen können sein:
belastende Beziehungen zu Familienmitgliedern
Beziehungsfähigkeit
körperliche und psychische Krankheitssymptome
Eßstörungen
uvm.